Wut

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Angst vor „meiner“ Wut

( Als noch nicht klar gesehen wurde: Da ist Niemand.- 
und Vanessa ganz normal <glaubte>, sie sei Jemand.....- )


Da waren einmal Gedanken voller Angst:
„Mann, was ist mit der Wut, die „mich“ (scheinbar) immer wieder außer mich bringt?“
In den Selbsthilfegruppen war Wut etwas, was irgendwie quer stand zur Gelassenheit, die es anzustreben galt. - Man! Ganz schön schwierig schien das zu sein, Gelassenheit <zu erreichen>! Das sah nach viel konzentrierter Arbeit aus! Uff! -
 
Okay. So bemühte „ich“ „mich“ mit <Kissen klopfen oder Um - den - Block rennen – jede leichte Erscheinung von Wut schon im Keim zu ersticken oder loszuwerden. Uff!
Und da war die Erinnerung, was „ich“ mal gehört hatte:
Ein Vater gab seinem Sohn einen Rat: Wenn du einen anderen Menschen vor Wut ermorden willst, <tu nichts>! sondern warte 24 Stunden. Willst ihn dann immer noch ermorden, okay. –

 Hm? Nichts machen? Wie geht das? Es schien wohl besser die Wut zu unterdrücken und einzustufen, als: zu gefährlich!
So gern wollte „ich“ die Wut in den Griff bekommen, doch das schien aussichtslos.

Bis eines Tages folgendes geschah:
Und es wurde erst später gesehen, dass durch ein <Missverständnis> - eine verzweifelte, mordsmäßige Wut in „mir“ aufstieg war.
Oh je, da war diese „mordsmäßige Wut“ und das jetzt, wo „ich“ Nachtschicht bei einer blinden alten Frau antreten wollte.
Die blinde, alte Frau, die weit über neunzig Jahre war, liebte „mich“ sehr – und „ich“ sie auch.
„Oh Gott, die alte Dame soll doch diese Wut nicht abbekommen!“
Und da war die verzweifelte Frage:
„Was <mache> ich bloß mit dieser riesigen Wut?“

Die Feinfühligkeit dieser Blinden spürte diese Energie natürlich sofort, und ließ sich ohne Worte für die Nacht herrichten, und schlief schnell ein, oder sie tat zumindest so.
Nun saß „ich“ auf dem Bett, das schräg neben dem Bett, der jetzt, hoffentlich, Schlafenden stand.
Da war Machtlosigkeit, nicht wissen, was zu <machen> ist mit dieser, für „mich“ so mächtigen, mordsmäßigen Wut. –

Mit einem Mal ging die Aufmerksamkeit, ohne „mein“ Zutun, zu dieser Energie im Körper,  –
<zum Kern dieses Gefühles – was einfach nur die Energie war.> (ohne Geschichte im Köpfchen.)
 
Da war niemand, nur so was, wie <Zeuge sein> von einer enorm starken Energie, die sich wie ein rasendes Feuer anfühlte.
Ein Gefühl, als würde das Feuer, die Hülle des Körpers berstend, zerreißen.
Es loderte prasselnd, und da war nur staunend  Schauen, das der Körper nicht zerriß.
Ganz allmählich veränderte sich der Zustand bei „mir“,
als sei das Feuer nieder gebrannt. Es war nur noch als Glimmen im Beckenboden wahrzunehmen.
 
Doch das, was sich dann darin ereignete, ist kaum zu beschreiben:
Je kleiner und kleiner diese Energie „der flammenden Wut“ wurde, desto mehr breitete sich diese Energie als Frieden aus, in dem dann eine unfassbare Liebe aufstieg.
Fassungslos schlief „ich“ damit ein.....

Und seltsamerweise war es nicht mehr nötig dieses scheinbar entsetzliche Missverständnis sofort zu klären.

Von da an war immer wieder eine staunende, liebevolle Offenheit für Gefühle, die scheinbar <sooo schrecklich> sind und mit Angst einher kommen, von ihnen übermannt zu werden, und der Annahme, sie sind nicht auszuhalten, oder deutlicher, sie sind nicht Außen zu halten.
Ja, denn sie sind einfach so nahe, und liegen bei „mir“, wie, als seien sie „mein Anliegen“ und  seltsamerweise ohne etwas mit ihnen <machen> zu <müssen>.

Es war wie eine Wunder zu sehen, dass sie überhaupt nicht Außen gehalten oder auszuhalten werden brauchten und vor allem, dass nichts mit ihnen <gemacht> werden muss oder kann;
und sie in den Griff zu bekommen, war auch nicht erforderlich.

Oh, Himmel, dieses Sehen war befreiend!
 

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