Erwachen, was ist das

 

Erwachen, was ist das ?

Gibt es einen richtigen Weg?

Und was verändert sich danach? 

Das sind alles Fragen, die auch Vanessa auf der Suche stellte...

Und genau das wurde hier im Satsang immer wieder gefragt...und nun möchtest du hören... wie das bei Vanessa war...gell?... (mit einem Schmunzeln) … Klar...Ich... wollte ...erwachen... und hätte gern ein Patentrezept dafür bekommen...du auch?...Denn Erwachen schien mir der letzte Weg aus dem ganzen Schlamassel zu sein...

Doch nachdem Vanessa hörte, dass ein Ich gar nicht erwachen kann...und dass es keinen Weg dorthin gibt...

Nein!...Das wollte sie nicht glauben!

Sie meinte, bestimmt gibt es da eine Ausnahme...wenn nur genug dafür getan wird! … Um dann zu hören, dass auch das aussichtslos ist...das frustrierte ganz schön...


Vor Jahren hatte Vanessa gelesen, dass einem Meister diese Frage gestellt wurde, so in etwa: Was ist vor und was nach dem Erwachen? Die Antwort:
...vorher ist Holz-Hacken...und nachher ist Holz-hacken....

Nein...so wie er antwortete...hm...damit konnte Vanessa
(Köpfchen) nichts anfangen..., weil sie etwas übersah!....was erst viel später wirklich klar gesehen wurde... und das war: ... denn... da war ja kein „Ich“....WOW... weder vorher... noch nachher...Man!

Ja, das ist tatsächlich der Unterschied... Man! ...so gewöhnlich... Es pass
te zum Erwachen...also keine Vorstellung... nicht eine einzige!

Ja, und... das Erwachen... so etwas wie Sterben, bevor der Körper stirbt... ist... hm, auch das ist nicht wirklich zu verstehen...denn „ich“ wollte doch nicht sterben... so ein Quatsch...
Obwohl etwas in ihr zu allem … Ja... sagte...ohne, dass das verstanden wurde...Heute nenne ich das gerne... die innere Weisheit, die dazu Ja...sagt...

hm, ja, und da war die Sehnsucht...

Um dann zu hören, das es gar kein Erwachen gibt, weil Das, was du bist … „Wachheit“ Ist...Man! ….

Himmeldonnerwetter! Was soll dann das ganze Suchen danach?...

Doch das Leben ... führte Vanessa zum Satsang...und sie war plötzlich ...entflammt... etwas in ihr … brannte lichterloh... in Liebe...und das ...oh, staune ...geschah...

Nun, irgendwann fiel alles Wollen...nach Erwachen... einfach weg... Es war so viel Freude im Satsang zu sein, dass die Bereitschaft da war: Okay...und wenn ich mein ganzes Leben... zum Satsang gehen soll... Denn Vanessa fiel auf, dass das Leben immer einfacher wurde...was erstaunlich schön war...und das reichte ihr aus...bis...?...

 bis es Vanessa an einem Tag im Satsang Hunde elend ging... und sie so gerne von Samarpan behutsam behandelt werden wollte... was er nicht tat! Er spottete... doch genau da geschah etwas unerwartetes... Im Kopf von Vanessa...brach alles zusammen... keine Kraft dagegen an zu kämpfen...

Da war ein Zuschauen, wie nach dem Satsang alles von allein geschah...das besorgen einer Bahnkarte... das Warten am Bahnsteig... das Staunen, wie eine voll betrunkene Frau auf Vanessa zu lief... und rief: lass mich los! (ihr Freund hielt sie fest) Ich will zu ihr! Ich will zu ihr! Lass mich zu ihr!....und weinte....Doch da war nur Zuschauen... und dann ein Einsteigen in den Zug...

Einen Tag später... geschah etwas... eigentlich unbeschreibliches... Tja.
An der Balkontür - da war - einfach Aufstehen - nur wie zeitlos, im ewigen - tiefen Frieden, unendliche Stille - ein Eins-Sein, wie im Wasser des Ozeans. Es war einfach - Dasein in dem bewusst Sehen: Es gibt kein Unten und kein Oben, kein Hier oder Dort; aber Sehen von niemandem, dass da niemand ist - ein lächelndes Staunen, denn die unendliche Stille, der Friede in Allem war nie weg gewesen...
Und
die Suche war weggefallen...Eben...ich kann es nur - ein Erwachen oder eine geistige energetische Verschiebung nennen...
Es gibt kein Irgendwohin, also auch keinen Weg... nur Sein... Leben, das als unendliche Lebendigkeit erscheint... und so einfach...

Leere, die als Fülle erscheint;
Nichts, das als Alles erscheint;
Stille, die als Klang erscheint .....
Einheit, die als zwei erscheint;
...alles ... geschieht...und doch geschieht...nichts...
Nichts, was zugleich Gott Ist, als unendliche, bedingungslose,
unpersönliche Liebe ...
es gibt nur Einheit - es gibt nur
Sein, Gott ist hier jetzt nur ein anderes Wort für Einheit... oder Sein...
somit ist
Sein... Nichts und Alles - Gott.

°

Das Leben erscheint weiter als unendliche Lebendigkeit: Energien, die sich manifestieren, sich in Allem ausdrücken, auch als Freud und Leid... nur mit der Sicht, dem Bewusstsein, dem klaren Sehen, dass da Niemand ist, dem Freud und Leid geschieht.... und das auch Klarheit kommt und geht... wird lächelnd... klar gesehen... Selbst der Verstand ist einfach nur Sein, das Verstand-Sein spielt; denn der Verstand ist Stille in Bewegung. - Es ist das Leben selbst, das sich erlebt, erfährt und ausdrückt - auch durch scheinbar diese einzigartige Gestalt in der Rolle mit dem Namen Vanessa und dem Charakter, (denn auch der gehört niemandem) ... durch Nichts, das zugleich Alles ist.... die Einheit, die sich in Allem erscheinend, ausdrückt... und sich selbst fühlend... in der Ganzheit feiert. -

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 PS dazwischen: Und nun diese Erinnerung...Und da ist Staunen... Was für eine Ähnlichkeit...mit dem Unterschied...denn Erwachen ist kein Losgelöstsein:
Hm... denn schon als kleines Kind … geschah etwas... was schier schwer in Worte zufassen war... doch es war ein kurzes Sehen...was in den Jahren wieder verblasste... in der dualistischen Sprache, die wie eine Hypnose ist....

Es war eine Todes-nahe Erfahrung: In schwerer Krankheit, als die kleine Vanessa, genannt Vani... von Ärzten, die um sie standen, hörte, dass sie ein hoffnungsloser Fall sei... da geschah ein Losgelöstsein vom Körper; ein Gewahr-Sein …. mit Staunen darüber, dass alles vollkommen Eins ist, durchlässig, wie im tiefen Wasser, das alles zu verbinden schien... ein Zustand von unbeschreiblicher Freiheit, tiefstem Frieden und Licht; Stille, die allem zu Grunde zu liegen schien.... Als ein Arzt sich zu dem zarten Körper setzte und diesen behutsam in den Arm nahm, geschah ein bewusstes Zurückkehren in den Körper. Doch dieses Zurückkehren empfand Vani nicht als ein „Ich bin zurückgekehrt“, denn es war kein Irgendwohin geschehen....


Und das Köpfchen sagt fassungslos: Seltsam!...Denn auch das ist nicht wirklich zu verstehen...und muss es auch nicht...

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Einen Tag später...nach dem Erwachen, fiel Vanessa auf, dass im ganze Körper ein Gefühl von Brennen war; so als verbrenne in ihm etwas. Auch das Sprechen brannte im Mund wie Feuer, und so konnte etwa drei oder vier Monate lang nur das nötigste gesprochen werden. Alles schien sich tiefer und tiefer in Stille zu bewegen, und das war dennoch zeitlos. Der Kopf von Hans-Jürgen, meinem Lebensgefährten, kam damit überhaupt nicht zurecht. Er bekam einen Tobsuchtsanfall, was ich gar nicht von ihm kannte und schrie verzweifelt: „…So kann ich mit dir nicht leben! Nur still sein... nur Schweigen... das macht mich verrückt! Mein Gott, ich will aber mit dir leben!...“ Hm, das wurde tief gehört... Ich bat ihn zum Satsang mit Artur zu gehen, der in der Nähe wohnte... Als er zurück kam, war er beruhigt.

Und ganz langsam wurde wieder gesprochen, und hielt inne, wenn der Mund ganz leicht zu brennen begann. Mir fiel auf, dass die Stimme am Anfang, hin und wieder wie ein Schwert war, und dennoch wohlwollend und voller Geduld, die jedoch verschwand, wenn ein Ichen erschien. Und was überraschend war, dass eine alte Bekannte anrief, und unbedingt zu Vanessa wollte. Hm, und sie brachte nach der nächsten telefonischen Anmeldung Freunde mit. Und als Gabriele kam, die sich auch telefonisch angemeldet hatte, bat erst sie... und dann auch die anderen... um offene Abende, an denen sie ohne Anmeldung kommen konnten. So geschah Satsang, ein Treffen von, Stille und Gesprächen mit Vanessa… einzigartig... Und hier ist im Gewahr-Sein wieder und wieder ein Staunen über die leise Freude und das Wunder, den Tanz des Lebens, das sich selbst feiert - unmittelbar – gegenwärtig...

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Und nun findet Satsang als Einzel/Satsang statt – was immer wieder genauso erstaunlich ist... eben... so wie das Leben es spielt.

 

 

Ein anderer Text:   Was wird geboren   


 

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