Ich bin keine Frau

So lange ich glaubte, dass ich eine Frau sei, und der Körper mir gehört, war zwar - ich mir selbst genug, doch nicht im Hinblick auf die scheinbar anderen Frauen. Denn es gab und gibt anscheinend zu viel Vorstellungen, wie eine Frau (wie ein Mann) zu sein hat. Darin mit zugehen ließ ein Wettrennen entstehen – ein Erreichen wollen, was letztendlich aussichtslos ist. - Das war eine Sichtweise. -

Dieser weibliche Körper wurde immer wieder neu entdeckt, man kann auch sagen, er ist eine unendliche Entdeckungsreise – (genauso der männliche Körper) - Dabei zu entdecken, dass in ihm die Weiblichkeit – genauso wie die Männlichkeit miteinander sind; war enorm erstaunlich. - Das war eine andere Sichtweise. - usw.

Die Sichtweise, wissenschaftlich das Handeln, wieso dies und das so ist, wie Ursache und Wirkung - zu erforschen, reichten nicht aus. Doch es führte dazu, dass der Verstand mit all seinem scheinbaren Wissen, kapitulierte - und staunend gestand: - nichts, wirklich nichts - zu wissen! -

Denn als eine absolut radikale neue Sichtweise – geschah – fielen alle anderen Sichtweisen in sich zusammen. - Nun ist da die Erscheinung eines weiblichen Körpers, der niemandem gehört; durch den das Leben sich bewegt. Und da ist ein Lachen, denn ich kann nicht mehr sagen, dass ich eine Frau bin, das geht nicht, weil es nicht stimmt; doch im göttlichen Lebensspiel erscheint es so, als sei ich eine Frau. -

Das Leben lebt durch den Körper, der genau wie alle anderen Körper in der Einheit – Erscheinungen sind – ohne von einander getrennt zu sein; die Trennung, hm, das sieht nur so aus – oder deutlicher, das erscheint nur so. 
Und in dem Staunen – das ICH – Alles - bin - ist ein innigliches Verliebtsein mit allen Sinnen – diesem Phänomen immer wieder zuzuschauen. - Das Leben tanzt in sich selbst, lebt in sich selbst – und da ist niemand – kein Handelnder - alles, auch Handeln geschieht ohne Sinn und Zweck – und es geschieht – niemandem. -

Stille, die klingt und singt – und die nicht davon berührt ist.
Leere, die als unendliche Fülle sich zeigt – und doch stets Leere – ist.
Nichts, das als Etwas – erscheint und doch – Nichts – ist.
Das Eine, dass als Wandel erscheint - und doch stets das Eine – ist.-

 

 

 

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