Im Satsang

    

Hey, hallo.
Im genauen Hinschauen geht es im Satsang, in diesem Zusammenkommen, um Nichts; es geht nicht einmal um "dich" oder "mich"; es geht um DAS, was du bist, was sich nicht definieren, im Verstand nicht wissen oder erkennen lässt. Doch hier im Satsang, in Stille und Gesprächen dreht es sich darum, wieder zum vollkommenen Mysterium zu erwachen - zum Staunen, zur nackten, in sich vibrierenden Energie, der Unschuld der Kindheit.

Das ist unglaublich befreiend! Doch es erscheint auch dem Köpfchen gefährlich - denn es ist Sein - nackt, ohne all das erlernte Wissen. - Ja, hier ist die Einladung des - Verliebens – in DEM, was ist, so wie es ist – auch wenn bei dir Suchen nach etwas anderem ist. Dein Erscheinen als Suchende/r entsteht durch die Vorstellung ein "Jemand" zu sein, dem scheinbar etwas fehlt. Da ist dann Durst, ist Hunger. Denn dieses scheinbare Fehlen, dieser Durst, dieser Hunger erzeugt Sehnsucht und diese lässt dich hier erscheinen.
 

Doch hier wird dir nichts gegeben werden können, sowie auch nichts genommen, zu DEM oder von DEM, was du bist. Es sind Hinweise... Denn was du bist, ist vollkommen, heil und ganz; du musst es nicht erst werden. Also was ist es, dass so aussieht, als ob etwas fehlt – oder "zu viel" ist und weg sollte? Es sind Gedanken, Glaubenssätze, die das vorgeben – und du glaubst ihnen - vielleicht, bisher. – Denn wenn der Suchende mit den Vorstellungen weg fällt - von dem, was man dir gesagt hat, wer du bist, und was du glaubst zu sein oder "werden zu müssen" – bleibt nichts als unmittelbares Sein, Leere, Freiheit, die du bist – und da ist niemand - da ist Sehen.

Und aus der Freiheit besehen, bist du beides – Leere, die sich zugleich als Fülle zeigt, Nichts, das zugleich als Alles erscheint. Alles ist einfach nur das Eine, das als zwei erscheint, das Leere, Fülle spielt... Leben in seiner puren Lebendigkeit. Es gibt nichts anderes als DIES – dieser Moment ist einzigartig, so frisch, so neu in seiner Gnade – in unendlicher Geduld – es ist die Einladung anzuhalten, zu sehen, was – unmittelbar ist. Es lädt ein in dieser Präsenz zu verweilen. Es gibt nur Sein – absolute Freiheit – und du bist DAS.

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