Liebe und Freiheit

"Vanessa; - wie kriege ich Liebe und Freiheit unter einen Hut?" -

Gedanklich? - Gar nicht! Denn Liebe ist frei! – doch nicht die Vorstellung - von Liebe – und die Vorstellung - von Freiheit - ist auch nicht wirklich - frei. Ganz einfach, weil

Das, was du wirklich bist – Liebe und zugleich Freiheit IST -

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Und menschlich besehen, da wo der Glaube oft herrscht, dass in allem Tun eine Täterschaft mitspielt, scheint Liebe und Freiheit ein Problem zu sein; dazu dieser Brief: Er spricht von dem, wie das Leben durch die Gestalten von Hans-Jürgen und Vanessa spricht. Im göttlichen Lebensspiel, in dem es so erscheint, als ob es Jemandem geschah. Doch hier wird gesehen, dass da niemand ist dem irgend ein Leid zugefügt wurde… Sondern hier ist ein Staunen, ein vom Köpfchen her nicht wirkliches Verstehen, wie transparent das Lebensspiel zu sein scheint, wenn das Verstehen aus der Stille des Herzens geschieht. Und auch Schreiben geschah:

 Hallo Du! - Dies ist ein Mitteilen - ein überfließen von Liebe. - Und die Dankbarkeit, dass das alles klar gesehen, durchschaut werden kann, schreibt: Wir sind nun schon fast 30 Jahre miteinander. - Im Rückblick der Herzens-Liebesbeziehung mit dir, wurde so vieles entdeckt, so auch, dass hin und wieder daraus eine Beziehungskiste, ein Gefängnis wurde, das scheinbar immer wieder gesprengt wurde. Und in dem Staunen des Sehens möchte dir das heute mitgeteilt werden.

Nachdem es wieder einmal zu Missverständnissen zwischen dir und mir kam, und diese jetzt geklärt sind, ist wieder Frieden zwischen dir und mir. Und es steht an, dass sich jeder mit sich selbst allein von dem, wenn auch kurzen Kampf - erholt. Es ist schon wie eine Befreiung nur zu sehen, was da scheinbar geschah, dass nachdem plötzlich aus einer Herzens-Liebesbeziehung eine Beziehung, wie im Sandkasten geworden war, und dass in so einer Beziehung scheinbar die Liebe verloren geht, oder wie zu einem Rinnsal geworden war; und das geschah, als sich der Verstand mit seinen "Vorstellungen von Liebe" eingeschlichen hatte. - Doch jetzt im Alleinsein mit mir, in dem Gefühl der Freiheit, wird gesehen: In dem wechselnden Rhythmus, von, in Liebe mit dir und dann allein mit mir, dass das als Freiheit empfunden wird; - und genau darin sind Vertrauen, Akzeptanz, Achtung, Wertschätzung und Würde gewachsen. –

Hm, es war schon seltsam, zu sehen, wie stets ein neues Verliebt-Sein entstand, so wie auch jetzt; wie die Liebe sich neu in der Freiheit, im Alleinsein entfaltete, bei dir und bei mir. - So ein Zustand von Verliebt-Sein war und ist wie ein Verrückt-Sein vom Herzen her – offen, unschuldig und einfach, ohne naiv zu sein. – Oh ja, diese Schmetterlinge im Bauch, das Hüpfen und Singen, das neckende Spielen miteinander…

Der Verstand mit den erlernten Meinungen, was sein sollte oder nicht, konnte da nie mit. Und je mehr die Bereitschaft da war, auf das zu hören, was aus der Stille des Herzens kam, desto leichter war es auch für mich – dich - wirklich auch dich - zu hören. Oh ja! Und auch das zu sehen, was so zart bei dir ist, auch wenn du es immer wieder verstecken wolltest. -

Denn durch diese Entdeckung ist es jetzt auch leicht für mich, dich behutsam da stehen zu lassen, wo du gerade stehst, um wieder und wieder mit mir allein sein zu können. Und oh staune, auch das Köpfchen schien einverstanden zu sein, denn dieses stille, immer wieder neue Verstehen vom Herzen her, ist sehr kraftvoll, da kommt der Verstand nicht ran. -

Und immer deutlicher wird es für mich, was den Unterschied macht, zwischen einer Herzens-Liebesbeziehung und einer Beziehungskiste. In einer Beziehungskiste scheint ein ziehendes „Haben-Wollen“ zu entstehen, und mit einem Mal ist der oder die Geliebte nicht mehr richtig – und mit einem Urteil von: ungenügend.

Und plötzlich, oh staune, war da scheinbar ein Feind, nicht mehr ein Freund, und kein Geliebter - heiliger Strohsack!. - Jeder zog und zerrte am Anderen. Und in der anhaltenden Neigung zu dem Anderen hin - entstand das Gefühl sich an erster Stelle für den Anderen auch verantwortlich zu fühlen, und nicht für sich selbst. Oh, Himmel, und dann dieses Belehren und ungefragte Einmischen: was der andere machen sollte oder müsste! Mann! - Hilfe! - So entstand Sklaverei! -
 

Und diese schrie nach Befreiung! -

Oh ja! „Du, ich fühle mich eingeengt. Ich bekomme keine Luft!“ - Danke! - Das wurde vom Herzen her gehört, so war das die Befreiung aus der Versklavung einer Beziehungskiste. -

Man! Nun wird wieder voller Staunen gesehen, dass Liebe und Freiheit wie zwei Flügel sind; sie beflügeln! Sie beflügelten dich immer wieder zu mir zu kommen, oder ich zu dir, wenn es der Wunsch des Herzens war – ohne Zweck ohne Ziel. - So ist das göttliche Spiel der Liebe für mich wie ein Fluss, immer in Bewegung, oder wie ein Tanz voller Lachen, wo immer wieder die stille Freude Einzug hält…Stille, Leere, frei – Freiheit. - Und in der Freiheit, die wie der offene, weite Himmel für mich ist, ist die Liebe, wie es scheint, gewachsen. Oh, welch ein Wunder! - Denn all das – geschah.

Oh ja. Und was für dich vielleicht hierin zu erkennen ist: Denn heute beim Spaziergang mit mir, sagtest du zärtlich:„ Ich würde dich so gern auf meinen Händen tragen, doch ich weiß nicht wie!“ (denn dem Körper fehlt die Kraft dazu) – Und hier ist mit einem Lachen dazu die Antwort: Oh, keine Sorge, das war jetzt so berührend! Denn sieh, wenn die Liebe - sich so ausdrückt, dann erscheint bei mir ein Gefühl von - Getragen-Sein.... weil wir Liebe sind... nie getrennt... Ja, und darin ruht die Freiheit, die Liebe Ist.

 Danke - in Liebe Vanessa

 

 

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