Nicht zu fassen

             Hans-Jürgen auf der Terrasse der gemeinsamen Wohnung in der Silcher-Strasse.

"Vanessa, wie geht es dir damit, dass Hans- Jürgen ausgezogen ist?“-

Hm? - Da ist Staunen, im klaren Hinschauen, geschah einfach ein Ausziehen.... Und wie geht es dem -mir- damit? - Was ist? Was einfach so - Ist: -Ein nicht Fassen können-! - Und gleichzeitig ein Sehen, das alles, was geschieht, Bestimmung ist. -

Der Kopf möchte begreifen, verstehen, doch in Leere kann er nichts fassen. - Leere, die sich zeigt, als Hans - Jürgen aus der gemeinsamen Wohnung auszieht - Leere, und die ist im Köpfchen nicht zu fassen, nicht zu verstehen, - wie die Liebe, wie das Wohlwollen - sich grad so ausdrücken. - Denn nichts, auch kein Gefühl, was hier erscheint, klopft vorher an, und fragt, ob es wohl willkommen ist; hinzu kommt - es lässt sich nicht auswählen - dies oder jenes; denn das, was aufsteigt - möchte einfach nur da sein. Und das Köpfchen ist mit dem Fassenwollen verwirrt. - Das ist grad, was ist; was einfach - so ist. -

Da ist Hilflosigkeit! - Im nochmaligem Hinsehen: da ist es einfach leer – es ist leer, scheinbar von - Hans-Jürgen – Und Leere kann das Köpfchen nicht – fassen – doch scheint es gewohnt, solch eine Leere – mit traurigen Geschichten zu füllen. Und schon muss ich über dieses Köpfchen schmunzeln. -

Nun,  3 Monate später... im Frühjahr 2011... Das Leben hat dafür gesorgt, dass Vanessa und auch Hans-Jürgen jeder für sich in einer neuen Wohnung leben, doch jetzt recht nahe beieinander in einem Häuserblock, was sich gut anfühlt. Und voller Staunen wird gesehen: Da ist niemand, der je eine Wahl hat oder hatte; und doch erscheinen, scheinbar Zwei, die sich lieben für nichts; und der Liebe - tat all das, was scheinbar geschah, keinen Abbruch, wie man so schön sagt; doch es ist die Liebe, in Allem was geschah, denn Alles, was erscheint ist ein Ausdruck der unendlichen bedingungslosen Liebe.  -

Und zur Erinnerung: Das alles ist nur ein Spiel, das göttliche Lebensspiel; das Wunder des Lebens, der unendlichen Lebendigkeit, in dem gegenwärtig -  Nichts und Alles zugleich - Ist. - Auch wenn hin und wieder so was gesagt wird, wie: So ein Mist, dass wir nicht zusammen leben! - Und mit einem Lächeln – ist auch das - Okay. - Denn es tut so gut – allein zu leben.

 

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Lieben heißt Alleinsein

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