Stille Freude - Licht

Nun, Heute möchte ich das gern mit dir teilen:

Als Vanessa noch bei Daimler – Benz arbeitete, geschah eines Morgens bei ihr Zuhause folgendes: Sie wollte vom Boden aufstehen – doch da war ein Aufstehen, ohne sagen zu können, dass ich aufgestanden bin. - Zuvor kreisten im Kopf sehr laut viele Gedanken, sie waren so laut, wie auf einer großen, breiten befahrenen Straße. - Im Aufstehen, vielleicht kennst du das: Du gehst von der lauten Straße durch eine Einfahrt in den Innenhof eines Hauses, wo es still ist. - So etwa lässt sich das beschreiben, was im Aufstehen geschah – plötzlich war da Stille, eine unbeschreibliche Stille – und dann Staunen! - Wie das benannt werden kann, ich weiß es nicht. Manche nennen es Satori. - Hm, doch von da an war etwas unbeschreibliches, mit einer stillen Freude, geblieben. -

Das Ich war in Liebe gefallen. - Denn da geschah ein städiges Verliebt-Sein; Vanessa verliebte sich in ihre Arbeit. - Die Arbeit war mit einem Mal - Meditation. Unvorstellbar für den Kopf, dass die Arbeit, die vorher sehr beschwerlich war, jedenfalls so schien es; diese ging nun so einfach und leicht von der Hand. - Vanessa begrüßte jeden Morgen die Halle, jeden Pfeiler; in allem war ein Verliebt-sein und fast wie ein leichter Tanz. Ihre Arbeitskollegen nannten sie nun den „Montags-Sonnenschein“. -

Doch manchem schien dieses - in Liebe-Sein - ungeheuerlich! So geschah es, dass eines Tages 4 Männer, wie bewaffnet im festen Schritt, auf Vanessa zu kamen. - Nun, was dann geschah lässt sich noch beschwerlicher beschreiben: denn Vanessa war nicht mehr da! Da war einfach nur – Licht! Licht, das sprach - und die Männer wichen erstaunt zurück. - Natürlich wollte, nach dem das vorüber war, Vanessa so gern wissen, was sie – nein, was gesagt worden war. Und im Köpfchen war Unsicherheit. Hm? Mit einem Lächeln muss ich gestehen, ich weiß es bis heute nicht. - Doch zum Feierabend, als sie einem dieser Männer begegnete, grüßte dieser sie voller Ehrfurcht – und Vanessa atmete erleichtert auf.

Man! War das Erleuchtung? - So ein Witz! Wenn ja, wer sollte da erleuchtet sein, denn Vanessa war in dem Moment ja gar nicht da! Also lies sie das Nachforschen, was das wohl war oder bedeutete. - Nur, dass Das, was sie wirklich ist – Licht – ist, war ihr jetzt klar, obwohl sie auch diese stille Freude - zwar erstaunlich und dennoch als gewöhnlich und natürlich empfand – und das noch Heute empfindet. -

Doch es blieb noch eine feine kaum sichtbare Suche, eine Suche nach einem Menschen, der wirklich ganz Mensch und doch - ja was denn? - Nun, so begegnete mir Samarpan. In dem ich das sah, wonach ich scheinbar noch suchte: - ein Herzens-Spiegelbild?- Ich nennen es einfach in Liebe-Sein. - 1998 am 11. November geschah unter einem Giebeldach - das Unnennbare, denn Worte können Das nicht wirklich beschreiben: - Es geschah eine geistige Verschiebung, die eine radikale Sichtweise mit sich brachte: es gibt kein Oben und kein Unten - alles Ist - das Eine - keine Trennung - und der Suchende war weggefallen - gesehen von niemandem - man nennt es Erwachen, das auch heißt, zu sehen; - da ist Niemand - es gibt also keinen - Täter, und auch kein Opfer, alles - geschieht - und doch geschieht - nichts.  - ...und dennoch läuft der Film, des Lebensspieles ab.... Hm? Der Verstand versteht Das nie! - muß er auch nicht. -

 

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