Hören – Nichthören
(in Ichform) 17. März 2010
Ein kleiner Brief, ließ mich aufhorchen. – Erst stieg hier Ärger auf…
Und doch… irgendwie war mir diese Art zu schreiben bekannt. – Na klar! - Sehr versteckt war für mich darin der flehende Wunsch: gehört und verstanden zu werden. -
Oh ja! - Mir war dieser Wunsch, den ich oft versteckt immer wieder an all die anderen um mich herum richtete - sehr gut bekannt. –
Und als ich ihn klagend, doch direkt aussprach, fragte mich ein Freund: Hörst - du - dich denn? - Verstehst - du - dich denn? –
Man! - ich fühlte mich betroffen, und mir war das sehr peinlich, denn endlich hatte ich mich direkt gezeigt, - und dann so was....Der Stolz war geknickt und sehr gedemütigt worden. -
Doch in dem Entdecken, dass alles hier ist, hier bei mir, ließ sehen, dass auch die Aufmerksamkeit des Hörens – an erster Stelle zu mir ging. - Und hier stieg der alte Wunsch auf - gehört zu werden -
doch, das Neue war: - an erster Stelle - von mir! -
Ein Wunsch möchte vom Herzen gehört werden. Was ist das? - Ganz einfach: Die Ohren sind immer offen - zum Herzen hin, wo einfach nur eine Resonanz stattfindet. - Doch jeder Gedanke, der sich einmischt, wirkt wie eine Verzerrung des Gehörten. -
Doch es war interessant zu sehen, als dieser Wunsch von meinem Köpfchen gehört wurde. - Es wollte alles Mögliche versprechen – ganz bestimmt – usw. - und letztendlich kam das – Aber - und dann wollte es unbedingt doch .... und dann war da ein Muss! –
Aua!
Und so entstand im Köpfchen Verwirrung, die sich in der Einsicht auflöste, dass es nichts - wirklich nichts kann – also auch nicht wirklich - hören – und sich dann ergab. –
Das ergab dann ein befreiendes Aufatmen. 
Von da an wurde immer wieder mal lächelnd gesagt: ich bin an erster Stelle mit mir selbst verheiratet, mit mir selbst getraut und das jeden Moment aufs Neue....
Hören, auf das, was hier - Anklang findet.
Hören, was so zart, so leise klingt…
Doch ich kann das nicht – machen – es ist Gnade, also nicht mein Verdienst, wenn das geschieht. -
Und für mich ist das ein Wunder, -
wenn zwei Menschen, - einander hören -, denn das hat eine Schönheit von einem Gefühl des Eins - Seins und - darin ist alles - einfach.
Dies geschah und geschieht immer wieder - mit einem Freund: - einem Menschen, einem Hund, einer Blume, einem Klang von Musik usw.... und das Hören, jenseits - aller Worte.....
ohne den Glauben, dass er, es oder ich einander hören sollten, müssten, und dass das zu - machen – sei…
…da ist niemand, da ist einfach Hören oder Nichthören.