Ans Licht bringen

Ans Licht bringen ...oder...Versöhnung...

 Das Leben... lebt sich selbst...durch alles, was ...erscheint...Was jetzt...Ist... ist stets bedingungslose Liebe, die alles da sein lässt, egal, was … erscheint...

Da ist Sehen...da ist Spüren... da ist die Bereitschaft einfach mit dem... was ...jetzt …Ist... zu sein...und das ist ganz natürlich...Hm?

Und hier wird ein krampfhaftes verbissenes Schlucken wahrgenommen...in dem das Atmen sehr schwerfällt...

Da erscheint in der Wahrnehmung... Machtlosigkeit ...das verbissene Schlucken nicht ändern zu können...dieses ständige Schlucken, Schlucken, Schlucken...und kaum atmen zu können...

Da steigt im Innern Weinen auf...tiefes lautloses Weinen...

Da ist nun bewusstes Weinen, das laut … weint, ja fast tobend... weint, und auch weinend schreien darf... Weinen, das weint, weint...da ist Schluchzen...

 Jetzt ist da ein tiefes Einatmen... einfach ..tiefes Atmen...und hin und wieder dieses …Schlucken...Da ist nun eine Wahrnehmung von Kraft!...eine starke Festigkeit, die sich in Wut ausdrücken will...die sich in ….Zerstörung ausdrücken will... doch da ist nur Zuschauen, auch dem Wollen...nur zuschauen...und nichts im Außen... tun...

Jetzt ist zu spüren... ein starkes Vibrieren ...der ganze Körper vibriert sehr stark … da ist Brennen, so als brenne der ganze Körper... und so, als würde der Kopf ausgeräuchert...leer... Jetzt ist die Breitschaft da ...und sonst nichts... zu sterben...denn es fühlt sich an, wie Sterben ... und auch diese Bereitschaft zu sterben … hat eine enorme Festigkeit... da ist nichts weiter … als zu sterben!

 ….und jetzt die Wahrnehmung, dass das Atmen langsamer, ruhiger wird....Denn jetzt... ist ein Ereignis aufgestiegen, eine Erinnerung... und die jetzt... ein genaues Hinschauen einfordert: ....Bilder, die ans Licht wollen...und nun ist die Bereitschaft da...von dem zu schreiben, auch wenn es... jetzt... nur eine Geschichte, wie in Bildern ist, wie ein alter Film:

Vani, knapp acht Jahre alt... Vani bekam bis dahin jeden Abend vier Jahre lang vor dem Einschlafen ein Glas Rotwein mit einem Ei darin verrührt....das war ja soo gut gemeint, denn das sollte seit Jahren den schwachen Körper wieder stärken...

Doch als Vani zur „Erholung“ in ein Kinderheim in den Harz geschickt wurde...bekam sie ….na klar... keinen Schlaftrunk als Wein...nicht einmal einen Gutenachtkuss...Schnuff!

Nun...das löste bei Vani am nächsten Tag langsam ein inneres und äußeres Toben und aus... das sich im Außen in Verweigerung und einem um sich Schlagen zeigte... nichts ahnend...und woher auch, dass das ein Endzug vom Alkohol war....

 Und als Vani dann weinend und erschöpft ohne Trotz ...das gegessene Essen auf den Teller kotzte.... sie wusste ja gar nicht, wie ihr geschah... sollte sie es mit einem Mal...wieder aufessen, was sie aus gekotzt hatte...Als sie sich weigerte, wurde sie von den „Schwerstern“ bezwungen... denn Vani wurde von ihnen festgehalten ...man drückte ihr die Nase zu und schob all das ...und ich sage absichtlich nicht das Erbrochene, wie du gleich verstehen wirst, sonder ….das Ausgekotzte ...zurück in den Mund...

 ...Denn wir sprechen auch gern, von sich Auskotzen, etwas gehörtes, was absolut nicht geschmeckt hat... und gedanklich dennoch gezwungener maßen geschluckt wurde, und das verbal wieder aus gekotzt werden will!...Nur wird hier noch nicht ganz klar gesehen, was gedanklich gezwungener maßen...geschluckt... wurde....Nun zurück zu Vani, denn Vani versuchte die Zähne zusammen zu beißen...doch das half ihr nichts...sie musste schlucken, schlucken, schlucken...und das geschieht hier gerade wieder....dieses, die Zähne zusammenbeißen und schlucken...wie von allein....seltsam.

Na, ahnst du, wie ich auch, dass da wahrscheinlich gedanklich so viel unbewusst, gezwungener maßen... geschluckt wurde, was gar nicht schmeckte, nicht stimmte, sodass der Körper sich nun so bemerkbar macht, ...machte...möchte ich so gerne schreiben, doch er tut immer noch Schlucken, Schlucken...und ich fühle mich ...machtlos...das ändern zu können... Ja, da ist Machtlosigkeit ...doch es ist auch die Bereitschaft da, all das, was jetzt hier aufsteigt... zuzulassen... es liebevoll willkommen zu heißen...das zu lieben, was sich gerade selbst nicht liebt.

 Und da ist zwar immer noch das zwanghafte Schlucken, das schwere Atmen...doch auch eine tiefe Dankbarkeit...diese Bilder ... zu sehen, zu erkennen und anerkennen... zu dürfen. Das lässt den Körper wieder ruhiger atmen... Denn hier geht es nicht um einen Schuldigen zu finden...und ihn zu verdammen... Denn in der Geschichte … erscheint zwar beides: ein scheinbarer Täter, so wie ein … scheinbares Opfer... Doch hier geht es jetzt um ...Sein, mit dieser Energie... sein....einfach.... damit sein... dürfen...

 Und jetzt ist auch die Bereitschaft da...die Geschichte zu ende zu erzählen – auch wenn da ein großes Schamgefühl ist – davon zu schreiben, was weiter geschah: ...Einen Tag später... Vani konnte weder sprechen noch weinen... da war nur ...ein, zum Teich Gehen, und ein Handeln... ein Tun ...wie ein Roboter ...

 ...an dem Teich waren Frösche, an denen Vani sich stets erfreut hatte...diesen Fröschen.... rissen offen sichtlich „ihre“ Hände … die Beine aus...

Nun, Vani wurde da bei... bei dem Tun beobachtet... und im Kinderheim war natürlich die Hölle los, denn das ging den „Schwestern“ zu weit! - Somit sollte Vani 10 Seiten schreiben: „Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz.“ Hm? ...Und auch das wurde... wie ein Roboter geschrieben...doch gefühlt, gespürt … wurde...nichts!!

 Hm? Heute ist es klar: Da war eine ohnmächtige Wut, ein ohnmächtiger Hass... die sich so ausgedrückten: in gefühlloser Gewalt!! ... und an genau dem.... was sie eigentlich …. liebte.

 Und was jetzt noch geschrieben wird, war so tief unterdrückt... denn Vani wollte ja unbewusst lieber das Opfer bleiben... denn das Köpfchen liebt es...auch als Opfer ...herrschen zu können...denn, das ist auch eine Art sich zwanghaft Liebe, Aufmerksamkeit.... zu holen...(Oh, bitte, da ist nichts verkehrt, denn auch das ist ein Ausdruck der bedingungslosen Liebe.)...und nun ja?... Ja nicht hinschauen, denn...dass sich danach die Energie verwandelt hatte... und Vani sich mit einem Mal ...von allen...geliebt fühlte....

Hm?...genau da nicht Hinschauen wollen und ja nichts sagen!... denn damit konnte sie ja nicht Prahlen, dass sie nur ein Opfer sei...und nur sie, die anderen, die Täter! ...mit dem „Wenn, dann, hätte, wäre, sollte“ spielen, ….lieber all das unterdrücken... sich fügen... oder sollte auch hier gesagt werden: lieber all das einfach schlucken, damit sie weiter geliebt wird? Denn der Kampf mit den „Schwestern“ war ja vergeblich....und ganz weglaufen war auch nicht möglich...Hm?...Na? Hier ging es um das „Über“leben! ….Kennst du das vielleicht auch? ...Doch nun wird sie hier mit alle dem zärtlich umarmt...

.Denn damals ging Vani dann allein in den nahen Wald und baute sich ein neues Zuhause … ganz klein ...unter einem Baum.. mit kleinen Zweigen, Blättern und viel Moos...

 In zwischen suchten alle Vani... und sie atmeten auf und waren recht froh Vani gefunden zu haben... und was Vani gebaut hatte, das sahen auch die „Schwestern“ und staunten....und luden sie ein mit all den anderen Kindern wieder miteinander … zu spielen... und ….ganz langsam spürte, fühlte Vani wieder....die Festigkeit der kleinen Zweige... und manche ließen sich sogar biegen... sie sah wieder die Schönheit der Blätter... alles roch so wundersam.... sie spürte die zarte Struktur und die Weichheit des Mooses... sie fühlte und hörte die Zärtlichkeit in den Worten... und das Lachen...der sonst so hilflos, polternden „Schwestern“....

 Und ohne Geschichten... ist da ...nichts...als ...einfach sein...

 

 

 

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